Kasper, Arnold

Arnold Kasper
* 08.12.1937 in Braunshorn
† 27.12.2013 in Simmern
Vater: Josef Kasper
Mutter: Elisabeth, geb. Will

Biografie

Arnold Kasper kam als Sohn von Joseph Kasper und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Will, am 8. Dezember 1937 in Braunshorn zur Welt. Zwischen 1943 und 1951 besuchte er die einklassige Volksschule in seinem Heimatort. Nach dem Abschluss der Schulzeit trat er zunächst in den elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb ein und besuchte von 1951 bis 1954 die Landwirtschaftliche Berufsschule in Pfalzfeld und von 1954 bis 1956 zwei Jahre lang die Landwirtschaftsschule in Emmelshausen. Nachdem er seine spätere Ehefrau Rosemarie, geb. Vogt, aus Simmern kennen gelernt hatte (die Hochzeit fand 1965 in Simmern statt), entschloss er sich zur Umschulung. Ein Jahr lang war er in einem Betrieb in Niedersohren (Lehrbetrieb Anton Capalo Annahof) tätig, legte am 21. Oktober 1963 die Gehilfenprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Landwirtschaftskammer ab und vollendete dann, nach mehreren Fortbildungen, von 1963 bis 1965 an der Höheren Landbauschule in Bad Kreuznach seine Ausbildung zum Staatlich geprüften Landwirt [ab 1971: Agraringenieur (Grad.)].

Ein Hinweis von Otto Konrad, der ihn auf den Bedarf aufmerksam machte, gab ihm die Chance, am 1. April 1965 seine erste Anstellung beim Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau zu erhalten. Zunächst wurde er stellvertretender Geschäftsführer für die Kreisverbände in Trier und in Saarburg. Als 1969 der Geschäftsführer des Kreisbauern- und Winzerverbandes Simmern, Herr Schuhmacher, plötzlich verstarb, wurde Arnold Kasper in die Nähe seines Heimatortes versetzt und übernahm dessen Aufgabe; seit Anfang der 1990er Jahre bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2002 führte er auch die Geschäfte des Kreisbauernverbandes Birkenfeld. Zu seinen Aufgaben gehörte zudem die Betreuung der Nebenstelle der Landwirtschaftskammer. Sein 37 Jahre währender beispielhafter Einsatz für die Angelegenheiten des Hunsrücker Bauerntums und der Winzer vom Rhein, seine Fachkenntnisse, seine Verlässlichkeit und seine Offenheit verschafften ihm großes Vertrauen, Respekt und Anerkennung bei den bäuerlichen Familien in den von ihm vertretenen Landkreisen. Zweifelsohne hat sich Arnold Kasper in dieser Zeit große Verdienste um die Heimatregion erworben.

In Simmern, wo er mit seiner Ehefrau und den Kindern Martina, Simone und André seinen Wohnsitz genommen hatte, engagierte sich Arnold Kasper kommunalpolitisch in der CDU, der er seit 1974 angehörte. Von 1990 bis 1991 war er Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Simmern, von 1989 bis 2000 stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Rhein-Hunsrück. Fünf Jahre lang, von 1979 bis 1984, gehörte er dem Verbandsgemeinderat Simmern an, anschließend zwanzig Jahre, von 1989 bis 2009, dem Simmerner Stadtrat. Als Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion bzw. Erster Beigeordneter von 1999 bis 2009 vertrat er die Interessen seiner Wählerinnen und Wähler. Daneben war er 25 Jahre lang, von 1984 bis 2009, Kreistagsmitglied im Rhein-Hunsrück-Kreis, wo er sich in einer Vielzahl von Gremien engagierte. Über Parteigrenzen hinweg pflegte er vielfältige Kontakte und Freundschaften. Wegen seiner besonderen kommunalpolitischen Verdienste wurde ihm 2007 die Freiherr-vom-Stein-Plakette verliehen.

2009 zog sich Arnold Kasper von der Kommunalpolitik zurück. Völlig unerwartet starb er am 27. Dezember 2013 im Alter von 76 Jahren.

Quellen / Literatur

  • Freundliche Mitteilungen von Hermann-Josef Kasper, Kastellaun, und Rosemarie Kasper, Simmern.
  • Todesanzeigen der Familie, Nachrufe des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V., der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück, der Verbandsgemeinde Simmern und der Stadt Simmern und des CDU-Kreisverbandes Rhein-Hunsrück.
  • Internet: Rheinland-Pfälzische Personendatenbank.

Dr. Achim R. Baumgarten, Simmern
Heft 165 | Stand: 3/2017